An der Nordseeküste, am Westdeutschen Strand

Man muss sich auch mal etwas gönnen! Diesen Gedanken hegte ich, als in meinem Zuhause in Berlin, mit meiner Frau in der Küche stand und durch das HRS Portal gestreift bin. Dank des technischen Fortschrittes genügten nur ein paar weitere Klicks und das Hotel war gebucht.
Aber ich fange mal lieber von vorne an :)

In der letzten Woche schickte meine Firma mich an die wunderschöne Nordsee, nach Jever um genau zu sein. Ja genau Jever, der Ort indem auch das Bier gebraut wird. Dort gab es für mich allerhand zu tun und da ich nicht Nachts erst um 23 Uhr Zuhause ankommen wollte, habe ich mir ganz einfach ein Hotelzimmer für zwei Nächte genommen. Ihr müsst euch das so vorstellen, Abends, nach getaner Arbeit gehts zum Strand, Morgens nach dem Frühstück auch noch einmal und in der Mittagspause. Da lernt man seinen Job noch viel mehr zu lieben. Ich versehe diese Momente gern mit einem imaginären Hashtag in meinem Kopf: #goodlife

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Für mich ist die Nordsee schon immer etwas ganz besonderes gewesen und mittlerweile hat es sogar etwas nostalgisches für mich, aber dazu komme ich später.
Die Nordsee ist einfach etwas sehr sehr raubeiniges, komplett anders als die Ostsee, aber auch nicht schöner oder schlechter als jene. Sie ist einfach die Nordsee.

Nun ja, dank meiner Firma habe ich wieder Blut geleckt, man kann sagen, dass ich einfach nicht genug bekommen habe. Als ich dann endlich wieder in meinem Berlin war und meiner Frau erzählen konnte, wie toll doch die Nordsee ist und wie viele Erinnerungen ich mit ihr verbinde, sagte sie einen Satz: „Ich war noch nie an der Nordsee.“
Da wusste ich genau was zu tun ist! MacBook auf, ab in dieses Internet und buchen, denn wir hatten ja ein langes Wochenende vor uns und das muss man nutzen! (Ganz besonders, weil 3 Tage vorher waren wir bei meiner Familie, dort war noch ein Volksfest, dort wird getrunken, gefeiert… ihr kennt das. Da benötigt man noch ein wenig richtige Erholung.)
Und dann machten wir los! Auf in den Norden, auf zur rauen See, ab nach Norddeich!

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Als wir nach Stunden endlich im Hotel angekommen sind, stellte sich für mich als erstes die Frage: „Naaaaaahh, schauen wir mal wie das hier so ist.“
Für mich ist Norddeich kein unbekannter Ort, denn in meiner Kindheit sind wir jedes, aber wirklich auch JEDES Jahr hier hin gefahren. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich diesen Ort deswegen nicht mag. Nein ich liebe ihn, so wie ich auch Berlin oder die Ostsee liebe. Mindestens fünf Jahre müssten es her sein, als ich das letzte mal hier war, eigentlich viel zu lange. Jedenfalls habe ich hier schon so einige Dinger gesehen, meistens nur Ferienwohnungen, aber trotzdem. Durch meinen Job, bin ich ja einen gewissen Standard gewöhnt, was Hotels angeht. Meine Ansprüche sind nicht groß, aber die wenigen die ich habe, sollten schon erfüllt werden.
Was soll ich sagen? Sie wurden erfüllt, zumindest von den Zimmern. Toll waren die für den Preis. Und ich war ganz aufgeregt! Raus wollte ich, raus aus dem Hotel, ab an den Deich (der nur übrigens wenige Meter entfernt lag) und meiner Frau die Nordsee zeigen!
Los ging es! Wir haben uns ganz dick eingepackt, Schuhe zu gemacht und hinaus.

Jeder der schon einmal vor einem Deich stand, kennt diesen Moment, man geht Stufe für Stufe höher und dann sieht man es, sobald man oben angekommen ist, die Nordsee. Immer wieder ein unglaublich schöner Moment, der mich sehr entspannt, egal ob bei Regen, Wind oder vereinzelt Sonne. Immer wieder ein Muss!

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Aber der Knaller kommt noch! Als wir dann schön den Deich entlang spazierten fing meine Frau an zu singen. „An der Nordseeküste, am Westdeutschen Strand!“ (Sie kommt aus der DDR, dort wusste man es nicht besser). Das ging dann die ganzen zwei Tage so, überall, egal wann. Aber ich fand es niedlich und dafür liebe ich sie ja auch <3 Mein kleiner Engel!

 Und was wir nicht alles erlebt haben. Am zweiten Tag kam uns ganz frech einfach eine Herde Schafe entgegen. Ein kleiner Angstmoment, denn mir sitzen immer noch die Erinnerungen an den Film „The Black Sheep“ in den Knochen. Wir haben es aber gut überlebt.

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Und so streiften wir über Stunden an der Nordsee entlang, stellten uns dem Wind und redeten über Gott und die Welt. Ich fühlte mich einfach absolut entspannt und ausgeglichen. Es ist einfach diese gesamte Situation gewesen, meine Frau neben mir, der Wind der einem entgegen pustet, der leichte Meeresgeschmack im Mund. Unglaublich schön.

Aber kennt ihr dass, wenn so der kleine Hunger kommt? Also bei mir kam er dann aber ziemlich deutlich mit Gebrüll! Wir haben uns in ein kleines schmuckes Restaurant gesetzt und wollten eigentlich nur einen kleinen Tee schlürfen, bis und die Speisekarte in die Hand gefallen war.
Für meine Frau gab es Labskaus (das erste mal, dass ich Labskaus probiert habe) ((war besser als gedacht)) mit Spiegelei, icke nahm ein Cordon Bleu mit Sauce Hollandaise. Dazu hatten wir beide noch einen guten Ostfriesentee und der Tag war perfekt.

 

Ich kann sagen, einfach nur herrlich! Macht doch auch einfach mal einen kleinen spontanen Kurzurlaub mit eurer oder eurem Liebsten, ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich einmal so etwas sagen würde, aber es ist einfach schön mit dem Partner des Lebens, händchenhaltend am Meer entlang zu gehen und einfach die Zeit zu genießen, die einem der liebe Gott geschenkt hat. Das sind solche Tage, die einfach gut tun, die einen entspannen lassen und von denen ihr noch in Jahren erzählen werdet, weil sie einfach immer etwas besonderes sind!

 

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