Die Sache mit dem Gaucho Tanz

Das Jahr 2014. Ein Jahr, welches wir als Deutschen nicht mehr vergessen werden. Eingereiht in die großen Jahre 54, 74, 90, 2014. Wir sind Weltmeister und darauf könne wir stolz sein, wir können stolz sein auf unsere Nationalmannschaft, auf unsere Spieler, die sich Spiel für Spiel zum Pokal gekämpft haben und auf das ganze Team. Wie es auch schon zur Tradition geworden ist, egal ob WM oder EM, auf der Berliner Fanmeile am Brandenburger Tor wurden unsere Jungs empfangen!

Dann ging es los, die Spieler haben einfach ausgelassen gefeiert und sich feiern lassen. Zurecht! Sie haben eine ganze Nation begeistert, Millionen Menschen Abends auf den Fanmeilen und vor den Fernsehern haben jede Sekunde gespannt zugeschaut, wie unsere Spieler Zug um Zug sich zum Titel gekickt haben.

Als dann Klose, Schürrle und Co die Bühne betreten haben, dann kam der Gaucho-Tanz.

Als ich das gesehen habe, war mir schon eigentlich klar, dass es wieder Stimmen geben muss, die sagen:
„Ohh muss man das machen?“
„Ist das nicht etwas zu national?“
„Wo bleibt der Respekt vor Argentinien?“

Bla bla bla bla bla bla bla bla!

Doch irgendwie habe ich gehofft, dass die Leute in diesem Punkt einfach mal die Klappe halten, denn jeder der nur einmal auf einem Fußballspiel war oder allein auf der Fanmeile während der Spiele, der weiß ganz genau, das es meistens ein wenig härter zugeht. Nicht wirklich hart, nicht wirklich böse, aber wenn das Spiel nun einmal sehr spannend ist, packt man halt alle Stereotype heraus, „beleidigt“ den Gegner und wenn es vorbei ist, dann ist auch gut.

Haha, aber nicht mit manchen Presse-Stimmen! Die Taz! Um zu verdeutlichen, in welche Schublade, dieser absolut ekelhafte und menschenunwürdige Gaucho-Tanz gedrückt wird, möchte ich einmal zitieren:

Die absurde Inszenierung des Marketing-Fan-Meilen-Truck-Korsos findet ihren Höhepunkt im Auftritt der deutschen Mannschaft, die dann eher nichts mehr von Bescheidenheit hat. Die Würdigung einer sportlich besonderen Leistung gerät da im Siegesrausch zu einer kriegergleichen Überhöhung des eigenen Selbst, in der man auch dem „Gaucho-Verlierer“ keinen Respekt mehr zollen muss. Und die Kameras halten drauf. Da bleibt nicht mal mehr Platz für Sponsoren-Dank. Am Ende ist vielleicht das der einzig annähernd authentische Moment: die Spieler unverfälscht vorm Brandenburger Tor.

Aber es geht noch weiter! Unser lieber Freund Maradona:

Öffentlich am heftigsten reagierte der bekannte Sportjournalist Victor Hugo Morales, der zusammen mit Diego Maradona beim Fernsehsender Telesur täglich die WM kommentierte. Er bezeichnete die deutschen Tänzer als „ekelhafte Nazis“, die jeden daran erinnerten, dass sie aus einem Land kommen, das sechs Millionen Juden ermordet hat – und in dem sich seitdem nichts geändert habe.

Ich weiß ja nicht, wie es euch bei solchen Aussagen geht, aber ich weiß eins oder besser gesagt, ich gaube eine Sache ganz stark: keiner in unserer Nationalmannschaft ist ein ekelhafter Nazi. Keiner. Vielleicht sollte man den Jungs das vielleicht mal sagen, dass sie ja eigentlich Nazis sind. Hier Poldi, Klose, Boateng, das alte Nazipack!

Diese übertriebene politische Korrektheit in unserer Gesellschaft geht mir tierisch auf den Senkel! Dieser ach so schlimme Gaucho-Tanz war einfach nur ein dummer Tanz, vergleichbar mit Ententanz oder Discofox, ein zwei, tip, tip. Mehr nicht. Wie sollte den die Nationalmannschaft am besten feiern? Mit einem Gläschen Sekt, schön stößchen, einmal danke sagen und danach nur noch der trillernden Helene Fischer zuhören? Absoluter Müll. Die Jungs haben einfach ihren Sieg gefeiert. Wenn doch eine Mannschaft sich fair und gerecht verhalten hat während der WM, dann war es auch nun einmal Deutschland!

Ach ja und zu Maradona, er ist einfach ein schlechter Verlierer, war nie ein guter Trainer und das ganze Koks hat auch nicht wirklich dazu beigetragen, einen besseren Menschen aus ihn zu machen.

In diesem Sinne, niemand muss oder sollte sich über diesen Gaucho-Tanz aufregen, man kann auch einfach mal feiern.

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