End of Watch – Filmkritik (aus dem Archiv)

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Los Angeles, die Sonne brennt das Land karg, Gangs treiben ihr Unwesen, Mexikaner gegen Schwarze, alle Samt gegen die Polizei. Und in diesem Film seit regelrecht ihr die Polizei!

Zur Story:
Officer Bryan Taylor (Jake Gyllenhaal) nimmt sich ein Projekt vor: filme den ganzen Dreck den wir Tag für Tag erleben! Also rüstet er sich mit einem Camcorder und zwei kleinen versteckten Kameras aus, eine für sich, eine für seinen Partner Mike Zavala (Michael Peña).
Sie filmen jede mögliche Situation und schnell wird einem klar, diese beiden gehören zu den ehrlichen, fairen und guten Cops. Irgendwann, bei einer netten Verkehrskontrolle, werden sie beinahe von einem Mexikaner angeschossen. Soweit so gut, kann ja mal passieren, nur wieso hat dieser Mann einen goldene Kalaschinkow in der Rückbank und Unmengen Geld im Topf?
Es kommt wie es kommen musste, sie schnüffelten bald zu tief in den Angelegenheiten des Drogen Kartells.

Jake Gyllenhaal und Michael Peña sind einfach eine wunderbare Besetzung für Officer Taylor und Zavala. Man nimmt den beiden sofort ab, das sie seit Jahren zusammen in einem Wagen sitzen, dass sie zusammen schon mehr erlebt haben, an einem Tag, als manch anderer Cop in seiner ganzen Laufbahn. Sie lassen die beiden sehr sympathisch wirken und man würde gerne selbst mit solchen Kollegen zusammen arbeiten. Gyllenhaal hat für mich spätestens seit Brothers einen Stein im Brett.
Bei den Bösewichten sieht es leider nun leider wieder etwas anders aus. Unsere mexikanischen super Trottel nerven einfach nur durch ihre Anwesenheit, sie sind kaputt, verbraucht, aggressiv. Einerseits alles was man als Leinwandbösewicht benötigt, andererseits weiss man spätestens seitBreaking Bad, das Bösewichte nicht immer gleich wie Bösewichte aussehen müssen! Das ist aber noch eine Kritik auf hohem Niveau.

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Visuell hat mir der Film ganz gut gefallen, klar hat man ganz besonders im letzten Jahr jede Menge Filme in diesem Aufnahmestil gesehen, aber End Of Watch übertreibt es nicht. Emotionale Szenen werden nicht unbedingt aus der Perspektive der versteckten Kameras oder des Camcorders gezeigt, worüber ich nur froh bin. Eine Sache kann ich euch nur ans Herz legen, schaut euch den Film in O-Ton an! Wenn es sein muss mit Untertitel. Bei der deutschen Synchro geht sehr viel der Stimmung des Filmes verloren. Mir war von Anfang an klar, dass alle Mexikaner von gefühlt maximal drei Sprechern synchronisiert wurden. Schrecklich!
Dafür gefällt mir der Soundtrack sehr gut!

Fazit:
End of Watch war eine echte Überraschung für mich! Als ich die ersten bewegten Bilder sah, dachte ich: “Yeah ne mega Actionbombe … nöööö!” , aber Gott sei es gedankt, wurde ich eines besseren belehrt. Dieser Film bietet Action und Brutalität, sogar jede Menge, aber dieser Film bietet auch einen Einblick in das Leben zweier Cops, zwei Partner die sich füreinander opfern würden. Dazu kommt noch die richtige Dosis Humor, beispielsweise wird auf eine sehr nette Weise erklärt, weshalb man als Cop nie einschlafen sollte. Besonders nicht, wenn Kollegen in der Nähe sind.

Dieser Film schafft es einfach die Gefühle der beiden mitzuerleben, man wird wütend, man ist schockiert, man hat Angst und ist traurig.

Also ich sage euch: Geht hinein in diesen Film (aber in Englisch mit Untertitel) und lasst euch mitreißen!

Wertung:  8/10

 

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